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Nationaler Gedenke-Park, Recsk

Der Name von Recsk wurde durch das Zwangsarbeit – Lager berüchtigt. Den hier gelittenen Gefangenen gedenkt der Nationale Gedenk- Park.

Über der Siedlung, in der Nähe des Steinbruchs Csákány-Stein funktionierte zwischen Oktober 1950 – Herbst 1953 ein Zwangsarbeitslager, das von der Staatschutzbehörde im Geheim aufgrund der russischen Gulag-Lager zustande gebracht wurde. Die 1500 politischen Gefangenen kamen aus jeder Schicht der Gesellschaft: Politiker, Dichter, frühere Gutsbesitzer, Arbeiter, Akademiker…
Die ohne Gerichtsurteil deportierten Gefangenen wurden unter unmenschlichen Verhältnissen gehalten, sie ließen sie arbeiten. Sie wohnten in von Ihnen selbst gebauten Baracken und arbeiteten 12-14 Stunden im Steinbruch. Sie erhielten täglich 1000 Kalorien Lebensmittel, so hungerten sie aus, wurden schwach. Viele starben an Hunger, an Unfall oder sie wurden von den Wächtern getötet. Niemand weiß, wo die Toten begraben wurden. Das Lager war von der Außenwelt hermetisch verschlossen. Es gab nur zwei erfolgreiche Fluchtversuche. Der Gefangene, der zuerst entfloh, konnte in die Tschechoslowakei fliehen, als er aber erfuhr, dass viele von seiner Familie verhaftet wurden, gab er sich auf. Das zweite Mal entflohen 8 Gefangene, so dass sich einer von Ihnen für einen Wächter ausgab und sie taten so, als wären sie zur äußeren Arbeit gegangen. Die meisten von wurden gefangen, aber Gyula Michnay konnte nach Wien kommen, wo sie im Radio ‚Freies Europa‘ die Namen von 600 Gefangenen vorlesen konnte. Der Westen hörte erst dann von diesem Lager und die Angehörigen erfuhren, dass ihre Familienmitglieder noch am Leben sind.
Nach dem Tod von Stalin löste der neu ernannte Ministerpräsident Imre Nagy die internierenden Lager auf, unter anderen auch das Lager in Recsk. Die Gebäude, Zäune, Türme wurden abgerissen, planiert und im Gebiet wurden Bäume gepflanzt, damit vom schrecklichen Lager keine Spur bleibt. Die freigelassenen Gefangenen wurden zur Geheimhaltung verpflichtet, aber die meisten von Ihnen wurden observiert oder eingesperrt. Die Existenz des Lagers wurde unter dem kommunistischen Regime abgestritten. 1991, nach der Wende wurde zum Gedenken an die hier gelittenen und verstorbenen Gefangenen ein Denkmal eingeweiht. 1996 wurde hier der Nationale Gedenkpark eröffnet, wo auch ein Turm und eine Baracke aufgebaut wurden, um die damaligen Verhältnisse vorzustellen.
Der Gedenkpark, der sich 6 km vom Dorfzentrum befindet, kann mit Pkw leicht erreicht werden, die hinführende Straße ist ausgeschildert. Angemeldeten Gruppen werden Vorträge gehalten und im Lagergebiet wird auch Fremdenführung gemacht.

Öffnungszeiten: 
1.Mai 1-30. September täglich 9-17 Uhr
1.Oktober – 30. April, samstags und sonntags 9-15 Uhr
Im Winter (1. Oktober -30. April) können Sie bei Ivádi Attila Hausmeister unter der folgenden Telefonnummer anrufen:
+36 20/435-0581

Inn der Ausstellung muss man nur eine minimale Eintrittskarte von 500 Ft zahlen, womit die Besucher den Recsker Verein unterstützen.